Der Fall Florian R.
Dieser Fall zeigt, wie ein junger Mann, der an Schizophrenie erkrankt ist, mit der beruflichen Reintegration bei REiNTEGRA den Sprung zurück ins normale Arbeitsleben schafft.
Der Schlosserlehrling Forian R. ist 18 Jahre alt, als er zum ersten Mal Stimmen hört. Er zieht sich mehr und mehr von Freunden und Familie zurück; schließlich muss der seine Lehre abbrechen. Herr R. kommt ins Krankenhaus, die Diagnose lautet: "Schizophrene Störung".
Vier Monate lang wird Florian R. in einem Sozialpsychiatrischen Ambulatorium der Psychosozialen Dienste Wien (PSD) medizinisch betreut, bevor er seine berufliche Rehabilitation bei REiNTEGRA beginnt. Mit seiner Erfahrung als Schlosserlehrling kann Florian R. schnell in der Gruppe "Erhaltungs-Handwerk" mitarbeiten.
In einer ersten Phase klärt nun ein interdisziplinäres Team, ob bei Florian R. die Voraussetzungen für eine Reintegration in den Arbeitsporzess gegeben sind und welche Ziele der Mitarbeiter selbst verfolgt.
Das Team stellt fest, dass für Florian R. die Unabhängigkeit von seinen Eltern und seine persönliche Leistungsfähigkeit sehr wichtig sind. Fehler zu machen bedeutet für ihn zu versagen. Die wichtigste Aufgabe der ReahbilitationstrainerInnen besteht deshalb darin, Florians persönliche und soziale Kompetenz zu stärken und gemeinsam mit ihm realistische berufliche Lbensziele zu finden.
Nach einem halben Jahr intensiv begleiteter Arbeitserprobung ist für das Betreuungsteam nun klar, was Florian R. leisten kann - und wo er überfordert wäre. Jetzt beginnt das zeitlich begrenzte Training für den Arbeitsmarkt. Florian R. hat in dieser Phase die Möglichkeit seinen Lehrabschluss nachzuholen und besteht am WIFI seine Abschlussprüfung.
Schließlich unterstützt ihn die Arbeitsassistenz bei der Suche nach einem Job. Florian R. findet so eine Stelle für 20 Wochenstunden in einer Schlosserei. Dort arbeitet er nun schon seit mehreren Jahren.